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Aus Anlass des Palmsonntagskonzertes des Musikzugs übt Bernd Hinz Kritik an der Ehrenamtskarte Attendorn. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Attendorn präsentiert im Rahmen des Jubiläumsjahres „125 Jahre Feuerwehr Attendorn“ zum 13. Mal sein traditionelles Palmsonntagskonzert. Der Titel des Konzertes „Feuer und Flamme“ erwies sich als Programm, denn der Funke sprang schon bei der Eröffnung auf die Zuschauer über. Doch zuvor fand Vorsitzender Bernd Hinz bei der Begrüßung einige kritische Worte zur Ehrenamtskarte. „Das war ein netter Versuch, doch an der Realität vorbei. Eine zielgerichtete Förderung, besonders der Jugend, wäre eine bessere Würdigung des Ehrenamtes, besonders in Zeiten, wo immer mehr der Rotstift angesetzt wird.“ Anschließend gab es ganz besondere Glückwünsche durch den Vorsitzenden an den Schlagzeuger Manfred Keseberg. Er und seine Ehefrau Gaby feierten am Sonntag Silberhochzeit. Dafür gab es spontanen Applaus vom Publikum. Den Auftakt des anschließenden Konzertes macht der 50 Mann starke Musikzug mit dem imposanten Konzertmarsch „Unter der Admiralsflagge“. Dirigent Wolfgang Schulte verstand es auch an diesem Abend wieder in gewohnt guter und leidenschaftlicher Weise seine Musiker durch alle konzertante, sinfonische und unterhaltende Literatur zu geleiten. Unterstützt mit Bildern, die per Beamer an die Rückseite der Bühne projeziert wurden, sah man Dokumente aus der Geschichte der Attendorner Wehr, aber auch zur Untermalung der musikalischen Beiträge. Julia Hinz und Oliver Brylski übernahmen die weitere Moderation des Abends. Bei der Rockversion von „Toccata“ ach Johann Sebastian Bach schlug die Stunde von Schlagzeuger Philipp Luke. Er legte ein minutenlanges Solo hin, was nicht zur nur dem Publikum, sondern auch ihm selber sichtlichen Spaß machte. Nach dem „Triumphmarsch aus Aida“ von Giuseppe Verdi wurden die Zuschauer in die Pause entlassen. Den zweiten Teil eröffneten das Joma und das Kioma. Hier wurde eindrucksvoll gezeigt, was der Nachwuchs leisten kann. Die große Orchesterbesetzung des Musikzuges umrahmte den zweiten Teil mit Märschen, sorgte aber auch für Abwechslung mit Stücken wie „Hey Jude“ von den Beatles und Filmmusik aus dem letzten Mohikaner. Für die zahlreichen Zuhörer in der Stadthalle war das Konzert wieder ein Hörerlebnis, denn die Vielfalt des Programms belegte zugleich die Flexibilität des Orchesters. (bsg) Westfälische Rundschau, 31.03.2010
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